Schon wieder haben Betrüger versucht, aus dem Hype auf Goldbarren Kapital zu schlagen. Jedoch hat man es dieses Mal mit einer sehr plumpen Variante von Betrug zu tun.
So versteigerten unter dem Pseudonym “Goldjunge“ zwei Männer aus Nordrhein-Westfalen über das Internet-Aktionshaus Ebay Fein-Goldbarren, die sie nicht einmal besaßen. Anstelle des versprochenen Fein-Goldbarrens, bekamen die Käufer entweder eine Tafel Schokolade oder ein paar wertlose Silbermünzen. Bisher sind fünf Fälle des Betruges bekannt geworden und werden jetzt vor dem Amtsgericht verhandelt.
Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft, scheinen die fünf Geschädigten, welche zur Verhandlung erschienen sind aber nur die Spitze des Eisberges zu sein. Zusammengenommen hatten diese fünf Personen mehr als 5000 Euro in Goldbarren investiert. Hierdurch wurde auch klar, dass die Angeklagten, die Tat nicht alleine durchgeführt haben konnten, denn beide beziehen Hartz IV und Geldeingänge in den Summen um 5000 Euro wären sicher aufgefallen. So wurde schnell der Freund der Tochter auserkoren, welcher anfänglich zwar die Mitarbeit verweigerte doch unter psychischen Druck irgendwann nachgab. Daraufhin verkabelte der Betreuer den jungen Mann und konnte somit weitere Gespräche mit dem Vater aufzeichnen.
Unter dem Motto “Geld kann jeder gebrauchen“, rechtfertigte sich der Angeklagte. Das Täter Duo hatte gemeinsam den Plan ausgeheckt, über das Internet Waren zu verkaufen, die Sie gar nicht besaßen. Dies schien wohl auch einige Zeit gut zu gehen, dennoch überkam einen der beiden die Gier nach immer mehr Geld und so flogen sie irgendwann auf. Der Vater hingegen, war auch schon vorher wegen verschiedenster Delikte (Besitz von Betäubungsmitteln) auffällig geworden.
Urteil
Die Richterin verurteilte beide Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung mit zusätzlichen 200 gemeinnützigen Arbeitsstunden. Auch die Tochter, welche den Account beim Internet-Aktionshaus eröffnete wurde wegen Beihilfe verurteilt.